Staaten im südlichen Afrika

Einzigartige Natur einer labilen Region

Die am weitesten südlich gelegenen Staaten des afrikanischen Kontinents werden als "Südliches Afrika" bezeichnet, da es sonst Verwechslungen mit dem Staat Südafrika geben könnte. Im Norden reicht das südliche Afrika bis zur Linie Angola-Sambia-Mosambik. Obwohl die Insel Madagaskar weit südlich liegt, wird sie der kontinentalen Region "Ostafrika" zugerechnet. Südafrika ist das wirtschaftlich am weitesten entwickelte Land im Süden von Afrika. Obwohl es den Menschen besser geht als in den ärmsten Regionen des Kontinents, sind die gesellschaftspolitischen und sozialen Gegebenheiten in den Ländern des südlichen Afrikas äußerst labil und nicht als stabil zu betrachten, vielleicht mit Ausnahme von Südafrika.

Länder im südlichen Afrika

Nicht alles Gold, was glänzt

Südafrika ist das am weitesten entwickelte und wirtschaftlich stärkste Land im südlichen Afrika. Insgesamt sind derzeit jedoch autokratische und autoritäre Staatsoberhäupter auf dem Vormarsch, mit teils extremer Bevormundung der Bevölkerung. Ich möchte hier keinen zu negativen Gesamteindruck erwecken, aber einige Gegebenheiten in der hier beschriebenen Region besitzen noch Verbesserungspotenzial. Seit 2018 trägt das einstige Swasiland den Namen Eswatini, Königreich Eswatini.

Kapstadt-Tafelberge-Südafrika
Kapstadt vor der Silhouette der Tafelberge in Südafrika

Kap der Guten Hoffnung

Sehr bekannt ist das "Kap der Guten Hoffnung" im südlichen Südafrika am Übergang des Atlantischen Ozeans zum Indischen Ozean. Oft gibt es extreme Wetterlagen und gefährliche Strömungen am Schnittpunkt der beiden Ozeane. Der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents befindet sich jedoch am weiter östlich gelegenen Kap Agulhas.

Naturregionen erster Güte

Zahlreiche Touristen kommen aufgrund der noch reichhaltigen Tierwelt und üppigen Pflanzenwelt in den Süden des afrikanischen Kontinents. Weltbekannt ist das Okawango-Delta im Botswana. In Namibia befindet sich der äußerst wertvolle Etosha National Park und der gigantische Fish River Canyon. Der Norden des Diamantenstaates Namibia wird von der Kalahari-Wüste geprägt. Legendär ist die Skelettküste von Namibia. Auch in Simbabwe gibt es es eine äußerst schützenswerte Flora und Fauna zu entdecken. Im relativ kleinen Land Lesotho wird in den Drakenbergen versucht, einen Standort zum Skifahren aufzubauen.

Victoriafälle des Sambesi in Sambia
Victoria-Wasserfälle an der Grenze von Sambia zu Simbabwe

In Südafrika ist der Krüger National Park ein lohnendes Ziel für Naturfreunde. Er ist der bekannteste von mehreren Nationalparks im Land. An der Grenze von Simbabwe zu Sambia gibt es die wunderschönen und sehr hohen Victoria-Wasserfälle (UNESCO-Weltnaturerbe) inmitten einer Regenwald-Region zu bestaunen, welche von einem der längsten Flüsse in Afrika gespeist werden, dem Sambesi River. Die Wasserfälle ziehen über eine Breite von etwa 1.700 Meter dahin.

Gegenpol zu den Jahreszeiten auf der Nordhalbkugel

Im Gegensatz zu Europa, verzeichnet das südliche Afrika in den Monaten Dezember bis Januar die höchsten Temperaturen. Im inneren Süden des Kontinents kann es dann bis zu +35°C heiß werden. In den Monaten Juli und August kommt es dagegen nicht selten zu frostigen Nächten, in den Höhenlagen der südlichen Länder fällt dann nicht selten Schnee. Insgesamt herrscht jedoch ein subtropisches Klima im Süden des afrikanischen Kontinents vor. Bodenschätze sind auch im südlichen Afrika reichlich vorhanden. Doch die Bevölkerung kann dadurch bisher nicht auf mehr Wohlstand hoffen, da die wirtschaftlichen Erträge von einer kleinen "Elite" abgeschöpft werden.


Landkarte - Südliches Afrika

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